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Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Diabetes mellitus

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Diabetes mellitus

Beim Diabetes mellitus (Type I und Typ II) ist die dauerhaft gute Einstellung der Blutzuckerwerte sehr wichtig. Hierzu sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Überwachung nötig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.  

 

Mögliche Komplikationen  bei Diabetes

  • Bei schlecht eingestelltem Blutzucker mit regelmäßig zu hohen Werten kommt es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit  zu Komplikationen und Folgeerkrankungen an den Herzkranzgefäßen, den Nieren, den Blutgefäßen und den Augen (bzw. der Netzhaut) und den Nerven.
  • Durch die ganzheitliche Behandlung mit einer Diät, körperlichen Aktivitäten und Medikamenten wird die Gefahr von Komplikationen bei Diabetes reduziert. Wichtig ist es, Ihren Blutzuckerwert zu normalisieren.
  • Die Kontrolle der Blutzuckereinstellung erfolgt durch Blutanalysen und zusätzliche Untersuchungen beim Arzt.

Was muss bei einer Kontrolluntersuchung überprüft werden?

  • Es wird empfohlen alle drei Monate:
    • den Glykohämoglobin-Wert ( HbA1c-Wert) zu kontrollieren zu lassen. Dieser Wert ist der zentrale Wert bei der Kontrolle der Blutzuckereinstellung. Er wird auch als Blutzuckergedächtnis bezeichnet und liefert einen Anhaltspunkt für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel im Laufe der vorangegangenen  8 Wochen. Für den HbA1c-Test wird Ihnen Blut abgenommen.
    • Ihr Gewicht und Ihren Blutdruck überprüfen zu lassen.
    • Ihre Füße untersuchen zu lassen. Dazu werden der Zustand der Haut, die Durchblutung und die Sensibilität der Nerven überprüft. Wenn Sie zu Fußschäden neigen, sollten Sie regelmäßig zu einem Fußpfleger oder Podologen gehen.
  • Einmal im Jahr werden zusätzlich die folgenden Untersuchungen gemacht:
    • Eine vollständige Überprüfung der Blutfette (gutes und schlechtes Cholesterin und Triglyzeride) mittels einer Blutabnahme.
    • Ein Nierenfunktionstest (Messung des Albuminwerts anhand eines Testträgers mit Morgenurin, Messung des Kreatininwerts im Blut).
    • Ein Elektrokardiogramm oder ein Termin beim Kardiologen in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
    • Ein Termin beim Augenarzt, der den Augenhintergrund untersucht und eine mögliche Verschlechterung des Sehvermögens misst.
    • Ein Termin beim Zahnarzt, um Zahnfleischerkrankungen und einem Rückgang des Zahnfleischs in Verbindung mit Diabetes vorzubeugen.
  • Die Art und Häufigkeit der zusätzlichen Kontrollen zu den Blutzucker-, Nieren- und Blutfettwerten richtet sich im Wesentlichen nach Ihrer individuellen Gesundheitssituation und etwaigen Begleiterkrankungen.
  • Zwischen Ärzten und Krankenkassen gibt es oftmals Vereinbarung über den genauen Ablauf der Therapie und den notwendigen Untersuchungen. Man spricht dabei von einem sogenannten „Disease Management Programm, DMP“.

Die 7 wesentlichen Punkte der Kontrolle bei Diabetes mellitus:

  1. Messung des HbA1c-Werts: alle 3 Monate.
  2. Arzttermin: alle 3 Monate.
  3. Lipidwerte (Blutabnahme): einmal im Jahr.
  4. Nierenwerte (im Labor): mindestens einmal im Jahr.
  5. Termin beim Kardiologen oder Elektrokardiogramm (EKG): einmal im Jahr.
  6. Termin beim Augenarzt oder Untersuchung des Augenhintergrunds: einmal im Jahr.
  7. Zahnärztliche Untersuchung: einmal im Jahr.
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